Während der Winter immer tiefer wird, beschleunigt sich die Ausbreitung häufiger Atemwegsviren in den Vereinigten Staaten. Ärzte berichten von einem deutlichen Anstieg der Influenza-Fälle, wobei auch COVID-19 und RSV im Umlauf sind, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß. Das Verständnis der aktuellen Situation ist sowohl für den Einzelnen als auch für das Gesundheitssystem von entscheidender Bedeutung, da diese Krankheiten Ressourcen belasten und zu schwerwiegenden Komplikationen führen können.
Die Grippe: Die Hauptbedrohung
Derzeit ist Influenza das vorherrschende Atemwegsvirus, wobei die Raten landesweit „erheblich“ ansteigen. Dr. Richard Martinello von Yale Medicine bestätigt diesen Trend, während Dr. Krupa Playforth einen hohen Prozentsatz pädiatrischer Fälle mit Influenza A feststellt. Die Situation verschlechtert sich; Dr. Mark Loafman aus Chicago berichtet über steigende Fälle, Krankenhauseinweisungen und leider auch Todesfälle im Zusammenhang mit der Grippe. Dies ist noch nicht die Hauptsaison, was bedeutet, dass die Infektionen voraussichtlich weiter zunehmen werden.
COVID-19: Eine konsistente Präsenz
COVID-19 bleibt in moderaten Mengen vorhanden, wenn auch in geringerem Ausmaß als die Grippe. Obwohl es nicht die in den Vorjahren beobachteten Spitzenwerte erreicht hat, trägt es immer noch zu Atemwegserkrankungen bei, wobei im Winter ein leichter Anstieg zu verzeichnen ist. Die Zahl der pädiatrischen Fälle nimmt zu, die Gesamtrate bleibt jedoch relativ niedrig.
RSV: Beeinträchtigt durch Impfung
Das Respiratory Syncytial Virus (RSV) verzeichnet im Vergleich zu den Vorjahren eine überraschend schwache Saison. Dies könnte auf die zunehmende Verfügbarkeit wirksamer Impfungen, insbesondere für Säuglinge, zurückzuführen sein. Auch wenn die RSV-Raten nicht fehlen, sind sie landesweit derzeit niedrig, trotz eines jüngsten Anstiegs der Krankenhauseinweisungen.
Die Erkältung: Eine Grundbedrohung
Die Erkältung, die hauptsächlich durch das Rhinovirus verursacht wird, ist ebenfalls verbreitet, wenn auch weniger schwerwiegend als die Grippe. Da die Symptome milder sind, lassen sich weniger Menschen darauf testen, was zu einer unzureichenden Meldung führt. Viele Menschen behandeln Erkältungen zu Hause, anstatt einen Arzt aufzusuchen.
Präventionsstrategien: Impfung und Hygiene
Experten betonen, dass die Impfung nach wie vor der wirksamste Schutz vor schweren Erkrankungen ist. Die Grippeschutzimpfung passt zwar nicht immer perfekt zu den zirkulierenden Stämmen, verringert aber das Risiko eines Krankenhausaufenthalts erheblich. Auch Impfungen gegen COVID-19 und RSV werden empfohlen. Bei Säuglingen unter 8 Monaten bietet eine Impfung mit monoklonalen Antikörpern einen schnellen und hohen Schutz gegen RSV.
Über die Impfung hinaus sind grundlegende Hygienemaßnahmen unerlässlich:
– Minimieren Sie den Kontakt mit kranken Personen.
– Üben Sie häufiges Händewaschen.
– Erwägen Sie das Maskieren in überfüllten Räumen.
– Desinfizieren Sie häufig berührte Oberflächen.
Wenn Symptome auftreten, bleiben Sie zu Hause, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
„Impfstoffe wirken. Sie sind sicher und wirksam. Und je mehr wir uns impfen lassen, desto weniger Fälle haben wir, desto weniger Krankenhausaufenthalte, desto weniger Todesfälle“ – Dr. Mark Loafman.
Diese Viren werden diesen Winter weiterhin im Umlauf sein, aber vorbeugende Maßnahmen werden dazu beitragen, sowohl Einzelpersonen als auch Gemeinschaften zu schützen.
