Kylie Kelce, Ehefrau der Philadelphia-Eagles-Legende Jason Kelce, demontiert aktiv die veraltete Bezeichnung „WAG“ – kurz für „Wives and Girlfriends“ von Profisportlern. Obwohl Kelce technisch gesehen auf die Beschreibung zutrifft, lehnt sie den reduzierenden Begriff ab und argumentiert, dass er die Identität und Leistungen von Frauen im Zusammenhang mit dem Sport herabwürdige.
Das Problem mit „WAG“
Seit Jahren wird der Begriff WAG verwendet, um Frauen ausschließlich nach ihrer Beziehung zu männlichen Sportlern zu kategorisieren und dabei ihre eigenen Karrieren, Leidenschaften und Persönlichkeiten außer Acht zu lassen. Kelce ging zusammen mit seinen NFL-Kollegen Allison Kuch, Hailey Williams und Niki Mailata in einer Podiumsdiskussion direkt auf dieses Thema ein und betonte den abweisenden Charakter des Akronyms. Wie Kelce feststellt, impliziert die Bezeichnung, dass diese Frauen nur in Bezug auf ihre Partner existieren, wodurch ihre individuellen Beiträge ausgelöscht werden.
Jenseits der Seitenlinie: Kelces vielfältiges Leben
Kelce ist nicht einfach „Jason Kelces Frau“. Sie ist Podcast-Moderatorin („Not Gonna Lie“), Mutter von vier Kindern, Feldhockeytrainerin an einer High School und eine lautstarke Verfechterin von Mädchen und Frauen im Sport. Dieses Eintreten ist beabsichtigt; Kelce rekrutiert aktiv Spieler für Philadelphias kommendes WNBA-Expansionsteam und unterstützt Organisationen wie Dove dabei, den alarmierenden Trend zu bekämpfen, dass Mädchen im Alter von 14 Jahren doppelt so häufig aus dem Sport aussteigen wie Jungen.
Mit gutem Beispiel vorangehen: Familie und Ehrgeiz in Einklang bringen
Kelce verkörpert die Botschaft, die sie senden möchte: Frauen können sowohl persönlich als auch beruflich erfolgreich sein. Nur eine Woche nach der Geburt kehrte sie als Trainerin im Feldhockey zurück und brachte ihre neugeborene Tochter zum Training mit. Damit zeigte sie, dass Mutterschaft nicht bedeutet, dass man seinen Ehrgeiz opfern muss. Kelce hofft, dass diese Sichtbarkeit die nächste Generation inspirieren wird.
Die Macht der Verletzlichkeit: Podcast „Not Gonna Lie“.
Kelces Podcast „Not Gonna Lie“ ist zu einer Plattform für pure Ehrlichkeit geworden und behandelt Themen von Erziehungsproblemen (einschließlich Pannen im Badezimmer) bis hin zum Schmerz einer verlorenen Schwangerschaft. Diese Verletzlichkeit findet bei den Zuhörern Anklang, und eine Mutter erzählte, dass Kelces Offenheit ihr bei der Heilung geholfen habe. Der Erfolg des Podcasts liegt in seinem ungefilterten Ansatz, der hochkarätige Gäste wie Michelle Obama und Demi Lovato anzieht und gleichzeitig auf nachvollziehbaren Erfahrungen basiert.
Die Erzählung zurückerobern
Kylie Kelce versucht nicht, die Verbindung zur NFL zu zerstören; Sie möchte das Gespräch erweitern. Sie möchte den Begriff „WAG“ als Ausgangspunkt und nicht als Ziellinie neu definieren. Die Frage, die sie stellt, ist einfach: Was macht sie sonst noch? Indem sie Zweck und Absicht in den Vordergrund stellt, beweist Kelce, dass Frauen im Sport weit mehr als nur Ehefrauen und Freundinnen sind – sie sind Sportlerinnen, Fürsprecherinnen, Mütter und Individuen, die ihre eigenen, einzigartigen Geschichten zu erzählen haben.
